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Die Echokardiographie ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens. Sie gilt als Routinemethode zur Diagnose von Funktion und Größe des Herzens, Pumpleistung sowie Funktion der Herzklappen. Herzschmerzen sowie Luftnot haben zumeist eine Herzmuskel- oder Herzklappenerkrankung als Ursache. Im Herzultraschall kann ebenfalls ein Herzinfarkt und seine Ausmaße diagnostiziert werden.


Vorbereitung:

Es sind keine Vorbereitungen notwendig. Die Untersuchung wird in Linksseitenlage durchgeführt und ist nicht schmerzhaft.

Mit dem Elektrokardiogramm wird die elektrische Aktivität des Herzens in Ruhe dargestellt. Dadurch lassen sich z.B. Herzrhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (u.a. Herzinfarkt) feststellen. Das kann dann durch nachfolgende Untersuchungen wie Ergometrie (Belastungs-EKG) oder Langzeit-EKG (24-Stunden-EKG) weiter abgeklärt werden.

Bei der Ergometrie wird unter Belastung (Fahrrad-Ergometer) über längstens 10 Minuten ein EKG geschrieben. Mit zunehmender Belastung braucht das Herz mehr Sauerstoff, um die notwendige vermehrte Herzarbeit leisten zu können. Wenn ein Herzkranzgefäß verengt ist, bekommt der Herzmuskel nicht ausreichend Sauerstoff. Bei dieser Untersuchung wird gemessen, wie Ihr Herz auf diese Belastung reagiert und es können dabei bereits erste mögliche Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit (KHK) oder Herzrhythmusstörungen erkannt werden. Darüber hinaus wird der Blutdruck und Puls (Herzfrequenz) aufgezeichnet. So können Bluthochdruck (Hypertonie) oder Herzrhythmusstörungen wie Herzrasen (Tachykardie), Extraschläge (Extrasystolen) vor/unter/nach Belastung entdeckt werden.


Vorbereitung:

Zur Ergometrie kommen Sie bitte mit bequemer Kleidung und Handtuch. Vor der Untersuchung bitte 2 Stunden nichts essen!

Die Spiroergometrie ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem qualitativ und quantitativ die Reaktionen und das Zusammenspiel von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel während einer kontinuierlich ansteigenden Belastung analysiert werden. Über eine Atemmaske werden drei Messsignale aufgezeichnet: die Sauerstofffraktion der ausgeatmeten Luft, die Kohlendioxidfraktion der ausgeatmeten Luft und das Volumen der ausgeatmeten Luft. Gemeinsam mit der gemessenen Herzfrequenz können aus diesen drei Variablen weitere aussagekräftige Parameter berechnet werden.

Zur begleitenden Messung der Atemgase wird dem Patienten / der Patientin eine luftdicht abschließende Maske auf Mund und Nase gesetzt, die über eine Messsonde mit der Raumluft verbunden ist. Als Sicherheitsmaßnahme werden zudem EKG, Herzfrequenz (Puls) und Blutdruck des Patienten ununterbrochen kontrolliert.

Die Dauer der Untersuchung beträgt meist nur acht bis zehn Minuten, woran sich eine fünf- bis zehn-minütige Nachbeobachtung anschließt. Nach Abschluss der Untersuchung werden alle Daten in einem Computer zusammengeführt und ausgewertet. Die wichtigsten Ergebnisse über die Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge werden später – zum Teil in graphischer Form – wiedergegeben.

Eine wichtige Größe in der Sportmedizin, die im Rahmen der Spiroergometrie erhoben wird, ist die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max).

Die VO2max wird häufig als das „Bruttokriterium“ der Ausdauerleistungsfähigkeit bezeichnet und kann definiert werden als:

„ die größte Menge Sauerstoff die vom Organismus aufgenommen und verwertet werden kann…“. (Bassett, Howley 2000)

Daraus folgt, dass die Organsysteme

  • Lunge, wo der Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut gelangt
  • Blut, als Transportmedium des Sauerstoffs im Körper
  • Herz, welches das Blut durch die Blutgefäße „pumpt“
  • und schließlich die Muskulatur, die den Sauerstoff aus dem Blut zur Energiegewinnung verwerten muss

maßgeblichen Einfluss auf die VO2max und damit auf die Ausdauerleistungsfähigkeit haben. Je mehr Sauerstoff vom Organismus aufgenommen und verwertet werden kann, umso besser ist die Ausdauerleistungsfähigkeit.

Die VO2max eines gesunden, untrainierten 30jährigen Mannes beträgt etwa 40 – 45 ml/min/kg, in Sportspielen wie Fußball oder Handball werden etwa 55 - 60 ml/min/kg erreicht und um in Ausdauersportarten auf nationalem Niveau erfolgreich zu sein, sind 60 – 70 ml/min/kg nötig. Weltklasse Ausdauerathleten erreichen Werte die um und über 85 ml/min/kg liegen. Die VO2max von Frauen liegt etwa 10 – 15% niedriger als die der Männer.

In zahlreichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die VO2max einen hohen Zusammenhang zu Ausdauerbelastungen aufweist. Ein durchaus ambitionierter und erfolgreicher Marathonläufer mit einer Bestzeit von 3:15 h und einer VO2max von 60 ml/min/kg kann natürlich mit einem Weltklasseathleten mit einer VO2max von 80 ml/min/kg und einer Bestzeit von 2:10 nicht mithalten.

In sehr homogenen Gruppen von Sportlern, wie z.B. Radrennfahrern mit einer VO2max zwischen 70 und 80 ml/min/kg, entscheidet aber nicht nur die Höhe der VO2max, sondern auch der Anteil welcher unter intensiver Ausdauerbelastung ausgeschöpft werden kann, über den Ausgang eines Wettkampfes. So kann ein Athlet mit einer niedrigeren VO2max der aber 90% davon über einen längeren Zeitraum ausschöpfen kann durchaus imstande sein seinen Kontrahenten mit höherer VO2max zu besiegen.

Denn schließlich wird immer noch im Wettkampf und nicht im Labor entschieden wer der „bessere“ Sportler ist...

Genaueste Bestimmung der Anaeroben Schwelle: Das Atemminutenvolumen (VE) und die Kohlendioxid Abgabe (VCO2)  steigen zunächst linear mit zunehmender Belastung an.  Steigt die VC02/Blutlaktat-konzentration zu ersten Mal an, versucht der Organismus dieser „Übersäuerung“ durch die so genannte „Bikarbonat-Pufferung“ entgegen zu wirken. Dabei entsteht vermehrt CO2, welches abgeatmet wird (leichte Steigerung der „Atmung“) und zu einem Anstieg in der VCO2 Kurve führt (Aerobe Schwelle). Als weitere Reaktion darauf steigt das Atemminutenvolumen proportional zur VCO2 an um den arteriellen Partialdruck des CO2 zu regulieren. Konsequenterweise steigt dadurch das Atemäquivalent für Sauerstoff (VE/VO2) an.

Steigt die Belastung weiter und somit auch die VC02/Blutlaktat-Konzentration an, kann die „Übersäuerung“ nicht mehr durch die Atmung (maximal gesteigerte Atmung) kompensiert werden (RCP = „Respiratory Compensation Point“) und das Atemminutenvolumen steigt überproportional an. Kennzeichnend dafür kommt es auch zu einem Anstieg des Atemäquivalentes für CO2 (VE/VCO2) "Anaerobic Threshold” oder Anaerobe Schwelle (AT) verbunden mit deutlich spürbarer Steigerung der Atmung. Das Atemäquivalentes für CO2  ist bei der AT normalerweise ca. 25- 30  = 30L Luft sind notwendig um 1L C02 abzuatmen.


Vorbereitung:

Zur Spiroergometrie kommen Sie bitte mit bequemer Kleidung und Handtuch. Vor der Untersuchung bitte 2 Stunden nichts essen!

Sehr häufig zeigt das Ruhe-EKG auch wenn Beschwerden (wie z.B. Herzrasen oder Pulsstolpern) vorliegen, keine Auffälligkeiten.

Das Langzeit-EKG wird im Normalfall über 24 Stunden aufgezeichnet, um auch eher selten auftretende Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, und Extrasystolen zu erkennen. Bei speziellen Fragestellungen (z.B. kurzandauernde Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder selten auftretende und kurzandauernde Rhythmusstörungen) kann die Untersuchung auch bis zu 5 Tage durchgeführt werden.

Diese Untersuchung wird auch eingesetzt, um nicht erklärbare Schwindel- und Ohnmachtserscheinungen abzuklären, die auch durch Herzrhythmusstörungen hervorgerufen werden können.


Vorbereitung, Verhalten:

Das EKG wird über 5 Elektroden abgeleitet, die auf der Brust aufgeklebt werden. Diese Elektroden werden mit einem handflächengroßen Aufzeichnungsgerät verbunden, welches entweder mit einem Gürtel an der Hüfte befestigt oder wie eine Umhängetasche getragen werden kann.

Der Rekorder sollte nicht mit Wasser in Berührung kommen, d.h. Schwimmen, Duschen und Saunabesuche sind über die Aufzeichnungsdauer (24 Stunden) nicht erlaubt. Ein Langzeit-EKG ist vollkommen schmerzlos.

Oft liegt die Ursache für Bluthochdruck an der Veränderung innerer Organe, wodurch häufig das Tag-Nacht-Profil beeinflusst wird und somit grundlegend andere Therapien als die einfache Einnahme gängiger Blutdrucktabletten erforderlich macht.

Nicht selten ist Bluthochdruck auch eine erblich bedingte Erkrankung. Bei dieser Untersuchungsmethode wird ein handflächengroßes Aufzeichnungsgerät zur Registrierung des Blutdruckes über 24 Stunden mit nach Hause genommen und die Aufzeichnung am nächsten Tag in der Ordination ausgewertet.


Vorbereitung:

Es wird eine Blutdruckmanschette an den linken Oberarm angelegt. Dabei ist keine spezielle Vorbereitung notwendig.

Die Untersuchung ist anfangs leicht unangenehm, da sich die Manschette tagsüber viertelstündig und über die Nachtstunden halbstündig über etwa 1 Minute aufbläst.